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Essatmosphäre

Das Umfeld, in dem die Speisen eingenommen werden, beeinflusst den Genuss und die Freude am Essen. Eine angenehme Atmosphäre während der Mahlzeiteneinnahme und das Angebot von Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme wirken positiv auf die Essatmosphäre. Anforderungskriterien für die Essatmosphäre beziehen sich dabei auf die Essenszeiten, die Raum- und Essplatzgestaltung, als auch Service und Kommunikation durch die Mitarbeiter im Verpflegungsbereich.

Feste Essenszeiträume sind wichtig für die Tagesstruktur. Dabei ist zu beachten, dass die Essenszeiten nicht unterbrochen werden (wie z. B. durch Untersuchungen). Für die Mahlzeiten sollte ausreichend Zeit zur Verfügung stehen, vor allem, wenn Beeinträchtigungen der Patienten bei der Aufnahme der Speisen oder Getränke vorliegen. Zwischenmahlzeiten und Getränke sollten jederzeit zur Verfügung gestellt werden und über Nacht eine Nüchternzeit von 10 bis 12 Stunden nicht überschritten werden. Auf Wunsch des Patienten sollte eine Spätmahlzeit ermöglicht werden.

Bei der Raumgestaltung sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Die Räumlichkeiten sind hell und angemessen beleuchtet.
  • Das Ambiente ist freundlich und ansprechend.
  • Stühle und Sitzgelegenheiten haben Armlehnen und einen hohen Sitzkomfort.
  • Das Mobiliar und der Bodenbelag sind gut zu reinigen, der Bodenbelag ist darüber hinaus rutschfest.
  • Es steht genug Platz zur Verfügung für Pflegerollstühle, Gehwagen und Begleitpersonen für das Anreichen von Essen.

Bei der Essplatzgestaltung sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Der Essplatz ist ansprechend gestaltet.
  • Ess- und Trinkhilfen wie geeignetes Besteck oder rutschfeste Unterlagen sind verfügbar und werden bei Bedarf individuell eingesetzt.

Guter Service und eine gelungende Kommunikation mit dem Patienten vor und nach den Mahlzeiten trägt wesentlich zur Akzeptanz der Verpflegung bei. An die Mitarbeiter aus den Bereichen Verpflegung, Diätetik, Pflege, Hauswirtschaft und Service werden einige wichtige Anforderungen gestellt, wie z. B. grundlegende Kenntnisse zum Thema vollwertige Ernährung. Auch sollten die Speisen, die den Anforderungen des Qualitätsstandards entsprechen, durch eine deutliche Kennzeichnung leicht erkennbar sein.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Krankenhäusern“ und in dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Rehabilitationskliniken“ jeweils auf Seite 28.