Montag, 07.11. 2022
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Knapp 70 Betriebe lassen sich gegen Lebensmittelverschwendung auszeichnen

Innerhalb eines halben Jahres konnte die Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV) die Anzahl an kooperierenden Betrieben hinsichtlich der Reduzierung von Lebensmittelabfällen verdoppeln.

© Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV

Im April startete im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Öffnet externen Link in neuem Fensterdie Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV). Grundlage ist die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung mit dem Ziel bis 2025 den Lebensmittelabfall um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Die KAHV fungiert dabei als Anlaufstelle für alle interessierten gastronomischen Betriebe. Mittlerweile haben sich rund 70 Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen wie Hotellerie und Gastronomie, aber auch Betriebskantinen und Krankenhäuser der Strategie angeschlossen. Der große Zuspruch und die steigende Anzahl der teilnehmenden Betriebe könne laut Nadja Flohr-Spence, der Bereichsleitung des KAHV, als großer Erfolg verbucht werden. Alle Betriebe erhalten für ihre aktive Teilnahme ein KAHV-Zertifikat.

Ein ressourcensparender Umgang und eine Reduktion der Lebensmittelabfälle sind schonender für das Klima und können aktiv Kosten einsparen. Gerade bei den steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen.
Auch in den Öffnet externen Link in neuem FensterDGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung gibt es Tipps und Hinweise zum Umgang und zur Reduktion von Lebensmittelabfällen (Kapitel 4.5 Entsorgung und Reinigung). Wie auch in den Standards empfohlen, erklären sich die teilnehmenden Betriebe bereit, ihre Lebensmittelabfälle regelmäßig zu messen. Durch diese Messungen können Einsparpotentiale erkannt und angepasst werden. So können bestenfalls die Lebensmittelabfälle reduziert, aber auch Kosten für Einkauf, Entsorgung sowie unnötig erbrachte Arbeitsleistungen gesenkt werden.
Um sich als Betrieb zertifizieren lassen zu können, muss weiterhin nach den Mindestanforderungen vorgegangen werden und es muss einmal jährlich an den KAHV Bericht erstattet werden. Der gesamte Prozess sowie Berichterstattung erfolgen digital.

Laut Flohr-Spence bietet das Zertifikat den Betrieben den Vorteil ihr Engagement gegen Lebensmittelverschwendung sowohl den Gästen und Kund*innen, aber auch der gesamten Öffentlichkeit zu zeigen. Noch bis Ende 2022 können Betriebe, welche die Beteiligungserklärung unterzeichnen und ihre Abfallkennzahlen an die KAHV übermitteln, für den ersten Berichtszeitraum ein Zertifikat erhalten. Mitmachen lohnt sich!

Über die KAHV
Die Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV) ist ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördertes Projekt. Geleitet wird sie seit Januar 2022 von United Against Waste e. V. (UAW). Im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung möchte die KAHV in enger Zusammenarbeit mit der Branche die Abfälle bis 2025 um 30 Prozent reduzieren und bis 2030 halbieren. Die KAHV berät dazu gastronomische Betriebe, die sich der Strategie anschließen möchten. Das Thünen-Institut führt als wissenschaftlicher Verbundpartner Nachhaltigkeitsbewertungen durch, die aufzeigen, wie effektiv die umgesetzten Reduzierungsmaßnahmen greifen.